ARCANA CAIN (D - Hof) AFTER RISING SUN (D - Lichtenstein) WAR FROM A HARLOTS MOUTH (D - Berlin)
1. November im Bunker (Chemnitz) Organisiert von der coolen Truppe: Of Quiet Walls

Gestern war mal wieder Party und Tanzen Thema des Wochenendes. Zum ersten Mal ging es mit Musch nach Chemnitz in den Bunker (eine Außenstelle des legendären Subway To Peter - in dessen Musikerbude ich einmal, vor meinem ersten WithFullForce in dem selben Raum wie die Misfits, die Nacht davor geschlafen hab,e und dem ich damals meine VIP-Karte verdankte - danke nochmal dafür).
Tolle Sache - nur 5€ Eintritt und Bier zu 2€ und ein sehr angenehmes Publikum, das bekam ich schon am Eingang mit. Ich sprach von meinem Experiment im FUN Zwickau und hinter mir äußerte sich eine dort arbeitende "Alkoholpolitesse" zustimmend und alle lachten (Zufälle gibt's!). Juhu!
Kurz nach Neun ging es dann mit, den mir unbekannten, "Arcana Cain" los, diese reisten mit gesammelter Fanmannschaft aus Hof im Bus an und es bot sich eine sehr gute Stimmung im relativ kleinen Bunkergewölbe. Die Musik würde ich als Boysetsfire (ohne Gesang - also mit Geschrei) oder Deftones, die jetzt Hardcore machen beschreiben, hat mir sehr gut gefallen (vor allem auch soundtechnisch 1A) und die mitgereisten Fans boten Stagediver und zeigten sich auch sehr textsicher.
Die Jungs von "After Rising Sun", auf die ich mich besonders freute kamen danach. In der Pause durfte ich, auf der Männertoilette, derweil mit 3 "Hoferanern" (2mal w einmal m (Kontaktanzeigenslang)) Tattoos und Piercings vergleichen - nett! After Rising Sun boten einen ebenso geilen Sound wie die Band zuvor. Man zockte sehr spielfreudig ein tolles Set herunter, bei dem leider sehr wenig Platz zum Tanzen war. Bei meinem Lieblingssong der Jungs (Way And Truth - auf MySpace zu hören) zog mich ein "leicht" angetrunkener Mensch immer wieder aus dem Pit, der mich für jemanden hielt, dem ich, oder sonstwer ein Stück Zahn herausgeschlagen haben soll. Ich war's jedenfalls nicht, entschuldigte mich aber trotzdem pauschal und auch der (sehr sehr sympathische) WFAHM-Fronter schlichtete mit und dies blieb auch der einzige unschöne Zwischenfall des Abends. "After Rising Sun" überzeugten mit ihrem Heaven Shall Burn ähnlichen Soundgebräu auf ganzer Linie und es machte wirklich Spaß.
Dann nach kurzem Soundcheck - kamen die guten Jungs von "War From A Harlots Mouth" zum Zug. Ein paar Jungs schufen sich vorn Platz und dann brach die Hölle los (aber ne schöne - man singe jetzt in Gedanken die markante Stelle im Parkway Drive Song - Dead Man's Chest). Es wurde gemosht, getanzt, mitgeschrien und wild gestikuliert. Geil! Ich hätte nicht gedacht, das der Chaoscore der Berliner, live soooo gut funktioniert. Wow! Es wurde statt einer Wall Of Death ein Tsunami zelebriert und die Stimmung war immens. Im Sound von "War From A Harlots Mouth" balanciert man, wie ich heute mittag mit Musch nur knapp einem brutalen Autounfall in Chemnitz entgingen (hoffentlich ist niemand verletzt worden) zwischen Jazz und Chaos, wie wir heute mittag nur knapp zwischen Leben und Tod. Ganz große Kunst!
Ein großartiges Konzert ging zu Ende und ich wünsche noch einen schönen gemütlichen Sonntag.