Wenn einmal jemand war
Der eines Herz berührte
Liebe dann gebar
Den einen ganz verführte
Tanzende Herzen nun stehen
Der eine lief hinfort
Noch immer den anderen sehen
Beide getrennt und jeder vor Ort
by Björn (04/2008)
Gestern stand ich an der Straßenbahnhaltestelle. Es war gegen 11 Uhr und ich hatte eine nette Nacht. Die Sonne schien wie durch einen leichten Nebelschleier, den aber nur ich sah, weil das Müdigkeit manchmal so mit sich bringt. Dann sah ich, nicht weit weg, etwas liegen, ich konnte es nicht erkennen und lief hin. Es war ein Tuch, so ein leichtes, weiches, ganz vom Wind verdreht und ich wusste wem es gehört. Ich hätte es aufheben können, mitnehmen können und es irgendwann zurückgeben, aber ich ließ es liegen. Mein Ziehpapa sagt: "Was ich einmal abgelegt habe, hebe ich nicht mehr auf.". Es fiel mir nicht leicht es so liegen zu lassen. Manchmal legt man aber auch Gewohnheiten ab und man merkt wie weit man schon von schönen Ereignissen weg ist. Die Gedanken und das Tuch abgelegt hat. Wenn man es aber findet oder Irgendwo sieht, dann ist alles wieder da in bunten Farben und quicklebendig und man merkt das etwas fehlt, etwas das meint abgelegt zu haben, so wie der Wind das Tuch abgelegt hat...