Wer weiß wie der Satz weitergeht, darf es für sich behalten. Füchse machen das so.
Hab dank Streß nicht ganz meine Postingfrequenz eingehalten. Ups. Egal jetzt was neues.
Ich bin auf den Gedanken gekommen weil wir gerade einige Noten bekommen haben. Das wird aber eher so ein lebensphilosphisches Ding. Ja, ich bin auch so ein kleiner Philosophie-Fan, ich hab Jostein Gaarder gelesen, ich weiß ungefähr wer Nietzsche ist und kenne Penisneid, nicht von mir, aber ich kann da jemanden, der hat mal jemanden gekannt der hatte das (ausgedacht), der Sigmund. Darum geht's jetzt aber nicht.
Es geht um eine von mir aufgestellte Theorie, der suboptimalen Strukturierung der Mitarbeiter/Mitkommilitonen/Arbeitskollegen/Schulfreunde, suboptimal, weil's nie zu verallgemeinern ist. Man kann sowas ja nur vorläufig verifizieren, später könnte ich oder wer auch immer die Theorie wieder dementieren. Ist mir auch egal. Verallgemeinern und in Schubladen stecken kann auch Spaß machen und vereinfacht unter Umständen das gesamte Leben (sic!). Bitte nicht weiterlesen, falls man sich in eine Schublade gesteckt fühlt, die nicht gefällt oder keinen Spaß versteht (in dem immer ein wenig Ernst ruht) oder antifeministisches oder feministisches Gedankentum in meine wohlersonnene Theorie interpretieren möchte.
Ich fange an mit Typ 1: Max Mustermann
Max Mustermann ist der unauffällige Typ, der von dem man total überrascht ist, weil er da ist. Ja, deswegen ist man manchmal überrascht, dieser Typ Mensch ist so unauffällig, das man meint er wäre garnicht da. Er hat diese Fähigkeit des mit-der-Umwelt-Verschmelzens aber nicht in der coolen Form wie das einst der T-1000 hatte oder Gestaltwandler wie Mystique aus den X-Men Comics, den das wäre gut und verdammt auffällig. Nein, er hat diese Fähigkeit weil er komplett mit seiner Umwelt verschmilzt, er ist da, aber eigentlich nicht. Er ist nie besonders gut oder besonders schlecht in dem was er tut, man könnte, wenn man ihn kennenlernen würde, von ihm lernen wo der beste Platz zum spicken ist, wie man nie angesprochen wird (gut bei schlechter Laune zu gebrauchen) und durch das Leben geht ohne Hindernisse zu überwinden, jedenfalls keine solchen, über die man jemanden klettern sieht. Keine Ahnung was Max Mustermanns von Beruf werden? Man weiß es nicht. Er macht bestimmt Sachen die jeder andere macht, der Durchschnitt eben. Er hat hundertprozentig 1,8 Kinder. Wenn ich das jemanden zutraue dann ihm und er hört garantiert: "eigentlich alles". Ja er ist der personifizierte Duchschnitt. Ich glaube Typ 1 Menschen brauchen nie Krankenscheine, weil keiner bemerkt das sie nicht da sind. Aber sie Leben ein Leben. Ein unauffälliges, aber bestimmt schönes. Das wissen diese aber nur selbst.
Typ 2: Der Coole
Der Coole ist einfach cool. Der Mensch hat Stil. Wahlweise nur für sich allein oder auch für einige eingeweihte Randgruppen. Er ist nicht der "schulschlaue" Typ. Hat nicht die besten Noten und fällt auf. Er ist der Klassenkasper aus der Grund- oder Mittelschule, Gymnasium hat er vielleicht versucht, aber dann durch anderweitige schulexterne Interessen verlassen. Vielleicht freiwillig vielleicht dank der Noten. Ihm ist das egal, wenn er ein Einkommen generiert oder generieren lässt, dass zum Leben nach seinem Stil reicht. Also wahlweise ein - , ich geh jeden Samstag mit Kumpels in Abercrombie & Fitch Sachen in die Disco und bin glücklich oder fahre einen alten (ehemals) Youngtimer, habe eine Elvistolle und nur noch Rockerklamotten oder bin Normalo und quatsche den ganzen Tag Bildzeitungszitate, - Leben. So ist er. Total entspannt, total in seiner wählt, beruflich (vom Karrierestandpunkt) ausgesehen im Mittelfeld anzutreffen und immer mit dem Durchschnitt der Leistungen zufrieden.
Typ 3: Die Elstern
Die Elstern quatschen sich die Schnäbel ab, den ganzen Tag. Sie quatschen über alles was in ihrer Welt zählt. Früher war das Barbie, dann die Jungs die immer den Stefan verkloppen, die sind wahlweise doof oder cool oder Gesprächsstoff. Dann sind es irgendwann Klamotten, Sex In The City, die beste Freundin und deren Freund oder etwas anderes interessantes. Elsternsind eher nicht gebildet und doch an Universitäten oder in hohen Positionen anzutreffen, Elstern besitzen etwas das ich Punktintelligenz nenne. Sie können auswendiglernen und wissen worauf es am Tag X um Zeit Y ankommt. Wenn ich Elstern treffe rede ich nicht soviel wie sonst, denn Elstern sind mir suspekt und genau 5 Minuten interessant. Dann kommt Sex In The City Gequatsche oder nix. Letzteres ist angenehmer. Sie haben meist sehr gute Noten, weil sie können bestechen, mit körperlichen Reizen, mit Fragen, die um der Frage willen gestellt wird, was dem Gefragten nicht auffällt und und und. Elstern haben Freunde - Freunde die zufrieden nach einem komplizierten schwierigen Film, wie etwa "Oldboy" aus dem Kino gehen, sich zunicken, sagen dass de Film totaler Müll war oder gut, dies in einem Satz äußern, nach Hause gehen und sich anschweigen oder Sex haben, den Sex, den Elstern bestimmt haben, also solchen Filmsex, der Freund ist komplett enthaart und beide haben sich zuvor (egal welche Tages- oder Uhrzeit) die Zähne geputzt und riechen nach ... äh ... Parfüm eben (männliche Elstern garantiert nach Jean-Paul-Gautier, um erwähnt zu haben, dass es diese auch gibt) und dann knarrt bei denen nie das Bett und die schwitzen auch nicht, vermeintliche komische Geräusche entstehen auch nicht. Boar - sind Elstern komisch. Es sind die Leute die immer bessere Noten haben als der eigentlicht Schlaueste Intelligenteste. Sie lehnen ihn dann später auch beim Einstellungsgespräch ab und fahren dann zu ihrem Mann, der das restliche Leben organisiert nach Haus oder sie fahren nach Haus (also das ZUHAUSE), wo sie bei den, von den Eltern finanzierten, hübsch eingerichteten Stockwerk im Hause der Eltern entspannen. Das sind Elstern.
Typ 4: Die Ausgefallenen
Mir ist dieser Typ am sympatischesten. Es sind die Charakterköpfe. Unter ihnen der Punk, der Revoluzzer, der Hip-Hopper, der Philosoph, der Nerd, der Geschichtenschreiber, der Rockabilly, der Drum-n-Bass-Fan, die Ausgefallenen. Sind nicht so leicht einzuordnen, deren Schulleistungen reichen von absolut gut bis richtig schlecht. Ausgefallene sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie leben ein Leben in ihrer Welt und sind interessant. Menschen mit Charakter, die sich nicht immer anpassen, aber wissen wann es darauf ankommt, oder einen Lebensweg einschlagen, der Stil entspricht. Also der volltättoowierte (sieht komisch aus, das Wort meine ich) wird Tättoowierer, ein verdammt guter und geht seinen Weg, er hat seine Freunde und eine Menge Nachahmer, welche dann aber eher Typ 1 zuzuordnen sind, denn die ausgefallenen sind nicht kopierbar. Typ 4 ist auch die Friseuse Frisörin, die ihren Job gut, mit Liebe und Begeisterung tut und meist dabei selbstständig ist (von Berufsstand). Typ 4 kann man kennenlernen, weil es bei ihm etwas zu entdecken gibt und von ihm kann man lernen, jeder würde gern ein bisschen wie er sein, aber man verlacht, verspottet und witzelt über ihn, man misst ihn an Maßstäben die ihm egal sind. Aber er hat Ziele und muss sich verkaufen, den er ist nicht immer irgendwo der beste, aber Talente des Ausgefallenen liegen an den unmöglichsten Orten.
Diese Theorie wird noch weiter bearbeitet, weil viele durch die Raster fallen, die können sich sonstwie nennen, ich habe noch keinen Namen gefunden und arbeite weiter an dieser Studie. Ist ja auch meine Aufgabe, als Professor für Allgemeines / Triviales / Nischen. Da macht man mir nix vor. Und vielleicht entdeckt man unter dem ganzen Augengezwinker einige Tiefe Wahrheiten, vielleicht auch nicht, vielleicht diskutiert man einmal darüber (dann wäre mein heres Ziel erreicht) und vielleicht hat man sich ein paar Minuten amüsiert, wenn das passiert ist das auch okay (passiert mir oft in meinem Leben). Vielleicht bin ich dafür da. Vielleicht bringe ich gern Menschen zum Lachen, aber noch lieber zum Nachdenken und wenn diese mir das Mitteilen macht mich das glücklich und stolz.
Ich würde gern einen dummen Spruch am Ende bringen. Geh jetzt aber lieber mal arbeiten. und zitiere den Joker:
"Let's put a smile in their face!"