Am 31.03.2010 dachte ich darüber nach nicht zu schlafen, weil ich am 01.04.2010 verdammt früh (4 Uhr) aufstehen musste, um an den Pudonger Flughafen zu kommen, von dort 8 Uhr nach Hong Kong zu fliegen und mein Visa in ein Arbeitsvisum zu ändern. Kurze Geschichte lang:
Am 31.03.2010 suchte ich mit Arbeitskollegen und Michel nach einem Fitnessstudio (cool 3 's') um die 4kg loszuwerden und überhaupt. Unser Favoritenfitnessstudio (15 - 20 Euro) im Monat macht erst am 18.04.2010 auf und die anderen beiden boten nicht einmal ein kostenfreies Probetraining an, was mich wütende - ich sage allen meinen Freunden die sollen nie in euren Schuppen kommen - Sätze sagen ließ. Nach 4 Muckibuden (die alle 100 yuan / 10 Euro) pro Probetraining haben wollten - gab es stattdessen ein Essen und Bier und einen Anruf das die Visaänderung 170 Euro kostet, die ich mal kurzfristig auslegen möchte. Konnte ich nicht und die Nacht zog sich dahin und ich bekam die Visabezahlung im roten Umschlag miteingepackt.
4 Uhr aufgestanden, ein Taxi gesucht und den langsamsten Taxifahrer der Welt gefunden, der mich dann zum Flughafen fuhr. Dort wurde mir mitgeteilt mein Flug starte erst um 9 Uhr. Danke an die Planungstalente der Flugfirma, die beten und empfehlen 3h vor Abflug am Flughafen zu sein. Also Frühstück und Kaffee am Flughafen und dann gegen 7:30 eingecheckt und Schere verloren, die im Federkästchen (solche Worte sollten nicht vergessen werden, siehe auch: Nicki) war - schade. Flieger landet gegen 13 Uhr im wunderschönen und warmen Hong Kong (zu diesem Zeitpunkt sollte ich schon den guten Herren der Visaagentur (2 'a') treffen, also Geld getauscht, Simkarte gekauft, Story erzählt und man traf sich gegen 14 Uhr in "Tsim Sha Tsui", der Mann schwitzte wie ich und meinte es ist nicht nötig und sinnvoll mein Visum zu ändern und wenn, dann dauert das bis zum 08.04.2010. Aha! Wieder telefonierte ich, der Mann und meine Freunde und Kollegen. Man hat vergessen, dass Hong Kong nur so 90 % China ist und da Wochenende manchmal nicht gearbeitet wird, vor allem nicht wenn das Totenfest ansteht (auch "Tomb Sweeping Day"). Schade, ich war "sinnlos" in Hong Kong. Kein April, April, aber mir gefällt es dort ja.
Ich wanderte den ganzen Tag durch die Gassen und Straßen von Hong Kong, verlief mich absichtlich und lief solange bis meine Beine und Füße schmerzten, um dann im Hostel einzuschlafen. Am Morgen fuhr ich mit der Fähre nach Hong Kong Island und lief wieder, aß, lief weiter, machte Fotos, wurde von Mönchen angebettelt die irgendwelche Klöster aufbauen und von netten "Mitausländern" gerettet ("Ey Buddy! Don't let them fool you, they do that all day."). Hongkonger sind freundlich, etwas gebräunter als der Rest Chinas und wie ich finde - meistens besser aussehend.
Lange Geschichte kurz:
Diese Woche Freitag geht es wieder nach Hong Kong, diesmal in Begleitung meines besten Kumpels und einem Arbeitskollegen. Der 01. April und das Totenfest ist auch vorbei und ich habe die Möglichkeit wieder in Shirt und Shorts zu schwitzen.