Iron Man hab ich mir angesehen. Kurz - war sehr cool und eine der bestern Comicverfilmungen überhaupt!
Kann man also bedenkenlos empfehlen.
Aber Tony Stark hat mich zum Überlegen gebracht. Komischerweise weist sein Former-Ironman-Life einige Parallelen zu meinem Leben auf und ich meine jetzt nicht den Geldaspekt, das wäre ja zu schön. Nein - Tony Stark begegnet Menschen im Film besonders Frauen auf eine sehr kühle und abschätzige Weise und behandelt auch seine besten Freunde wie Technik, also kalt. Tony Stark könnte seine Sekretärin haben, das Glück liegt auf der Hand, wird glücklicherweise filmisch ausgelassen und umschifft, trifft mich aber. Ich glaube man könnte mit Menschen zusammenleben, denen man begegnet, von denen man aber weiß, das es nie funktionieren würde, man freut sich also dem Stück Fleisch hinterherzujagen, von dem man weiß, man wird es nie bekommen, die Jagd macht ja Spaß. Im Denken liegt die Melancholie, man ist kreativer, wenn nicht alles passt. Tony Stark hat Geld, Sex, Autos und kein Gewissen, später dann: Geld, Autos, einen coolen Anzug, ein Gewissen und die Nähe (jetzt nur platonisch) zu seiner besten Freundin, von der er vorher nicht wusste. Auch seinen besten Freund lernt er neu kennen und spürt zunächst eine Reflektion seines (früheren) Benehmens. Ziemlich oft spiegeln Fremde, das eigene Ich.
Nachdenklichkeitsmodus aus!
Dann freu ich mich ja dermaßen auf den neuen Batman, also sowas von total. Ich glaube auch niemand wird die Szene vermissen in der Heath Ledger in einen Leichensack klettert, ist schade, aber die Ausschnitte aus den beiden Trailern zeigen welch grandiose Interpretation und Leistung dieser jung verstorbene Schauspieler gegeben hat.
Superheld Nummer 3: Donnie Darko. Ein Björn-Must-See(-Often) (sic). Am Wochenende habe ich mir die zweite Arbeit von Richard Kelly angesehen - "Southland Tales". Was soll ich zu dem Film sagen? Er ist weder sonderlich gut, noch besonders schlecht. Alles ist zuviel, zuviele Stars, zuviele Effekte, zuviele Handlungsstränge und zuviel Apokalypse. Doch irgendwie hab ich Lust mir den Film irgendwann noch einmal anzuschauen. Richard Kelly hat unglaublich viel von sich selbst geklaut und einen komischen Film erzeugt, den man sich gerne mehrmals anschauen kann, den man aber nicht zwanghaft verstehen muss.
Dann - hab ich noch "Staatsfeind Nummer 1" gesehen! Wow, Wilfried Schmidt, an dem Film hat alles gepasst und der war von der 1. bis zur letzten Minute spannend und es gab keine anatomisch-unkorrekten-kieferaushängende-CGI-Gollums. Obwohl da so ein grünes CGI-Monster in den Startlöchern steht. Geht es nur mir so, oder haben die Techniker manchmal weniger Arbeit / Zeit und Geld, als zu Zeiten der Riesenechsen? Oder sinken die Ansprüche?
Nach "Staatsfeind Nummer 1" gab es noch den Pianisten. Nach ungeähr einer halben Stunde wurde der Film ganz arg unangenehm. Solche Filme ziehen mich fast immer runter, die letzte Stunde entlastet wieder etwas. Sehr unangenehmer Film, kann man mal gesehen haben. Die, die den Film sehen müssten, wie einige andere Ähnliche, werden die Intention nicht verstehen...
Traurig zu erkennen.
Noch was zum Lachen: hier. Robert Downey Jr. is the man! Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey Jr. in einem Film? Noch Fragen? Ben Stiller geht seit "Zoolander" sowieso immer, im Gegensatz zu Mr.-Ich-habe-die-Mimik-Schule-von-Steven-Seagal-besucht-Adam Sandler.
Schöne Woche noch...