Ist euch schonmal aufgefallen, dass ich gerne -3 Punkte- benutze? Das vermittelt scheinbar einfachen Sätzen Tiefe. Ich möchte dann das Nachgedacht wird. Ich mache das auch oft - Nachdenken. Nachdenken ist toll, man wächst, Probleme wachsen in einem drin, die verschiedenen Lösungswege werden durchgespielt.
Manchmal durchdenke ich ein Gespräch bevor es stattfindet, dass sind dann meist sehr wichtige Gespräche (für mich), die finden dann aber meistens nicht statt, weil man hat sich die Sache durchdacht und wenn man meint man weiß schon was kommt, dann entfällt das Reden oder das ganze Gespräch.
Vorhin hab ich mir "Herr Lehmann" angesehen und dann "Zodiac". Beide Filme waren gut, wobei ich beim Sehen des ersteren feststellte - Oh, hab ich schonmal gesehen. Über "Herr Lehmann" möchte ich auch kurz reden. Herr Lehmann läuft am Ende in den Nebel, hat viel verloren und seine Welt kollabiert, er muß damit Leben, aber ganz sicher wächst er an der Geschichte. Jeder wächst an seiner Geschichte. Traurig ist: die Geschichte endet manchmal, weil man nicht mehr wächst, man sich nicht mehr verändert. Ich kenne Menschen deren Geschichte endet mit 20, die sind dann Geistesrentner, die leben mit 20 so wie einige Ü-60-Jährige.
Ab und zu steht ein großer Hund, morgens kurz nach 6Uhr, auf der Lebensstraße, die können auch verdammt gefährlich aussehen und knurren, meistens tun sie aber nur das. Man hat Zeit, man kann sich dem Hund stellen, man kann mit ihm reden, man kann an ihm vorbeigehen, mit ihm kämpfen oder ihn sich zum Freund machen...
Man hat die Wahl, weil man wächst...