Agathodaimon - Phoenix
Label: Massacre Records VÖ: 20.03.2009

Tracklist: 01. Heliopolis 02. Devil's Deal 03. Decline 04. Ground Zero 05. Ghost Of A Soul 06. Winterchild 07. Time Is The Fire 08. To Our Ashes 09. Amongst The Vultures 10. Oncoming Storm 11. Throughout The Fields Of Unshaded Grace 12. Grey Whisper 13. Alone In The Dark (Death Angel's Shadow) – Bonus 14. Alone In The Dark (Soundtrack Version) – Bonus
Spielzeit: 72:30 min
Diese Asche, hätte von mir aus, auch liegenbleiben können. 5 Jahre nach der letzten Veröffentlichung kriecht also unmotiviert, aber hübsch, ein Feuervogel aus der verbrannten Band "Agathodaimon". Ich höre mir ja ab und zu gerne mal die alten "Dimmu Borgir" Alben an und wenn ich dunkle Musik hören möchte tuen "Katatonia" oder auch "Opeth" ganz gut. Was man auf "Phoenix" hört ist ein ein Mix aus (poliertem) Black Metal, ein bisschen Melodic Death Metal (die Prise "In Flames") und ganz viel Klim-Bimm aus dem Gothic wenn man alles ordentlich püriert und der Existenz ein hübsches Kleid anzieht kommt der 2009-Release von "Agathodaimon" dabei heraus. Es gibt nichts, ich betone nichts, was man nicht bei anderen Bands schon besser gehört hat. Der klare Gesang und die Produktion ist zum Beispeil bei "Scar Symmetry" um längen besser. Gothic und Black Metal haben sich Anno 1998 schon bei Covenants "Nexus Polaris" um Längen besser gepaart und wenn ich düstere Atmosphäre möchte gibt es "The Vision Bleak". Hier hört man glattpolierte und uninspierierte Sänger/Schreier/Keifer.
Es gibt aber 3 Songs die durchaus Potential zeigen, da wären "To Our Ashes", "Oncoming Storm" und "Alone In The Dark" (in beiden Versionen) zu nennen. "Alone In The Dark" ist übrigens auch Soundtrack des sagenhaft-schlechten Uwe Boll-Films (Uwe Boll! - Muhuhahaha). Wirklich schlimm an "Phoenix" ist die Langeweile der Sänger, die cleanen Parts klingen, ohne Witz, ebenso spannend, wie der Massacre Records-Sprecher der in jedem Song 3 mal seinen Satz: "You're listening to promotional CD, which is property of Massacre Records." aufsagt.
Die Gitarren haben mir zuwenig Druck und ich kann wenige Highlights der Produktion oder Abmischung ausmachen. Alle Instrumente sind zu hören und etwa gleichwertig säuselt die zu glatte Musik aus den Hörern. Es geht bestimmt besser. Wenn sich "Agathodaimon" nicht mehr ganz so lange Pausen gönnen, mehr eigene Trademarks entwickeln und druckvoller klingen würden, hätte die Scheibe auch bis zu 6 Punkten bekommen können. Ich höre dann lieber wieder "Nexus Polaris", "Puritanical Euphoric Misanthropia" oder "Pitch Black Progress".
04/10 Punkten
Disko: 2009 - Phoenix 2004 - Serpent's Embrace 2001 - Chapter III 1999 - Bislang (EP) 1999 - Higher Art Of Rebellion 1998 - Blacken The Angel 1997 - Tomb Sculptures 1997 - Near Dark (demo) 1996 - Carpe Noctem (demo)