Ach du Heimatland! Kann bitte jemand diesen Mist stoppen? Ich meine, vielleicht war es ja leichtsinnig von mir, nachdem ich die ersten beiden Teile für großen Schwachsinn hielt, (außgenommen: Nemesis, Tom Gerhardt als Zombie und die ganz gut umgesetzte Umbrella-Corporation) mir den dritten Teil anzutun? Vielleicht war es der altbekannte Komplettierungsdrang. Ich hab auch echt nicht viel erwartet.
Erstmal die positiven Seiten: man hat aus den viel zu schnellen Schnitten in Kampfsequenzen scheinbar gelernt oder das Model hat sich kampfmäßig fortgebildet, nein - man sieht sogar wie man die Zombies tötet und wer da gerade wem eine über den Schädel zieht. Bravo. Die Zombiehunde sehen verdammt cool aus, liegt daran, dass es echte Hunde mit Kostüm waren, auch toll. Da hören die positiven Seiten auf.
Jetzt zum Negativen. Erstens Logiklöcher: Hallo!?! Ein Virus der Menschen in Zombies verwandelt und nebenbei wird die Erde zu einer Wüste!?! Wie erklärt man das? Zweitens: Die Erde geht schon eine Weile den Bach runter, der Busfahrer kann sich nicht rasieren und die "Püppis" im Film sehen aus wie geleckt, es scheint super Hautpflegeprodukte und ne Menge Duschen in der postapokalyptischen Welt zu geben. Drittens: Wer hat denen erlaubt die Idee mit "Bob" zu klauen? (Wer nicht weiß wer "Bob" ist guckt sich am Besten mal "Day Of The Dead" (den von 1985) an.) Viertens: Kann wirklich jemand diese schwarzen-CGI-Tauben für bare Münze nehmen? Ich hab aus meiner Videothek des Vertrauens gehört, dass einige Leute diese für sehr gelungen hielten. Klopf! Klopf! Geht's noch!?! Es ist schon eine Ecke her, dass ich den eher mäßigen "The Crow: City Of Angels" gesehen habe. Dessen unvergesslichen ersten Teil, ich für ein Meisterwerk halte. Da spielen am Ende Krähen auch eine außerordentlich wichtige Rolle und jetzt kommt's - die sahen Anno 1996 bei mit garantiert geringerem Budget auch nach CGI aus, aber besser als in Resident Evil: Esstinktschon. Fünftens: Im zugehörigen Making Of sprechen die Laienschauspielgruppe Wildenfels Entschuldigung. Schauspieler von noch nie dagewesenen Effekten, einer Innovation im Zombiefilm und frischen Ideen. Wie frisch können Ideen sein, wenn diese aus zwei Jahrzehnten alten "guten" Zombiefilmen geklaut äh entliehen sind (vielleicht hat man auch bei "Die Vögel" kopiert, wäre dann wesentlich aktueller (1963)). Vielleicht hätte man aus den Spielen klauen äh kopieren sollen, denn die halte ich für sehr spannend.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich mit 14 Jahren beim Nachbarn "Resident Evil 2" gespielt habe, wir haben nur tagsüber gespielt, weil wir abends immer Herzrasen bekommen haben und dann den Controller vor Schreck weggeworfen haben oder manchmal gleich reflexartig die Playstation ausgeschaltet haben. Wir waren weich. Und/aber wir haben uns gegruselt und erschreckt, das war ein tolles Erlebnis und das Spiel brannte sich irgendwo fest. Zombies sind seitdem cool und viel Zeit ging ins Land, Capcom mag ich immernoch, die Resident Evil-Filme nicht, aber vielleicht wird alles mit dem komplett animierten und von Capcom im Alleingang produzierten Film (via) alles besser...
Bis dahin guck ich lieber Romeros Filme und sehe mir zehnmal lieber Puppeneffekte und Kunstblut an als CGI-Gollum-Zombies/Vögel/Hunde oder sonstwas. Oder die Typen sollten wieder Puppenspieler organisieren, so richtig viele und die "Gremlins" wieder loslassen oder die "Critters", aber das ist eine andere Geschichte...