Shaolin ist eine Gegend in China, die ich mir fest vorgenommen habe, dieses oder nächstes Jahr zu besuchen. Vielleicht um mir das, von den Shaw-Brothers erworbene Shaolin-Bild zu demontieren. Vielleicht um einfach mit offenem Mun und Geist zu staunen.
An diesem Wochende habe ich mir 2 Perlen des Eastern Kinos angeschaut. "Die 36 Kammern der Shaolin" (1978) und "Die Rückkehr zu den 36 Kammern der Shaolin", in beiden spielt Gordon Liu die Hauptrolle, welcher jüngeren Kinogänger wohl nur durch die Gastrollen in Kill Bill: 1 und 2 bekannt sein wird. Beide Filme warten mit einer beeindruckenden Bildqualität auf, was mir neulich auch im Original von "Shining" (1980) auffiel (den ich jetzt endlich gesehen habe und der nicht zu unrecht der Meilenstein des Thrillers/Horrors ist).
Ich hatte bei beiden Filmen die Möglichkeit einmal mehr mein Chinesisch-Hörverständniss zu testen (sehr gut: der Film besitzt auf der deutschen DVD eine Mandarin-Tonspur, nicht wie so oft nur die Kantonesische Variante, von der ich soviel verstehe wie bei Polnisch, welches man allenfalls mit Lynchs "Inland Empire" verbessern könnte), nur um festzustellen, dass auch nach anderthalb Jahren nur Bruchstücke zu verstehen sind, also englische Untertitel an, die allerdings in der Doku zum ersten Teil mit ungefähr 4 Minuten asynchron ist und diese unanschaubar macht. Der erste Teil ist eine Meilenstein des Kung-Fu-Kinos und die Handschrift der Shaw-Brothers unverkennbar, wobei man sich im zweiten Teil deutlich humoriger gibt, in etwa wie in den Jackie-Chan-Eastern (HaHa - übergroße Frontzähne)...
Während man im ersten Teil sehr einfallsreich die Trainingsprozedur des Nichtmönches miterleben darf, wird im zweiten Teil eine neue Kung-Fu-Art geboren: Gerüstbau-Kung-Fu, alles lustig, alles sehr innovativ, aber auch mit einem Augenzwinkern und der Message: der Körper und der Geist machen alles zu einer Waffe.
Tolle Filme, die man sich entweder unter Freunden, aber gern auch mit der Familie an einem gemütlichen Sonntag anschauen kann.
Da fällt mir auf: das ist seit langem mal wieder ein Beitrag von mir zum Thema Filme! Und da fällt mir ein, dass Steven Spielberg mit Neuscientologen Will Smith an einem völlig (also absolut) überflüssigem Oldboy-Remake arbeiten wollen. Weiterhin wartet Wes Craven mit einem Remake seines "Last House On The Left" auf, Rob Zombie dreht "Halloween 2" (Juhu!), der nächste Terminator wird dank Christian Bale außerordentlich gut und Will Smith stinkt eh, der kann meinetwegen jetzt mit Dr. Boll drehen. Hat Will Smith ernsthaft eine andere Rolle gespielt als den coolen Typ (wirklich cool) aus Bad Boys 1 und 2? (außer in "Das Streben nach Glück", da war er meiner Meinung nach auch austauschbar)