Hab gerade "Tränen der Erinnerung" angeschaut.
Nach dem Film, der übrigens sehr ruhig fast meditativ, aber tief vor sich hinplätschert und sehr realistisch wirkt, hab ich mir einmal mehr Gedanken über die Welt und das Ich gemacht. Nicht die Goth-Band, sondern das meinige Ich.
Taeko in dem Film versucht sich und ihrer Umwelt näherzukommen indem sie erneut in ihre Kindheit eintaucht.
Wenn man selbst einmal reflektiert, wem man, warum und wie begegnet, kann das sehr aufschlussreich sein.
Man kommt sich selbst näher und jeder tut das auf seine Weise, geht es zum Beispiel um Sprachen und man lernt, wie ich Chinesisch, dann geht jeder anders an das Thema heran, der eine wälzt Bücher in der Sprache, der andere sucht sich Sprachpartner, wieder ein anderer via Music oder über "dumme" Alltagssprüche. Jeder nähert sich auch anderen Menschen anders. Einer öffnet die Arme weit, spricht laut und akzeptiert die, die da kommen, ein anderer ist eher ruhig und wartet auf Menschen, in denen er sich findet, oder Züge, die ihm ähneln. Sucht man immer also immer nur sich selbst in anderen?
Beim Thema Liebe scheint mir dieses Manifest aber etwas wackelig. Wenn man kritisiert oder unzufrieden mit Situationen oder Zuständen ist, wieso sollte man dann sich in die Waagschale legen und den Fehler suchen? Warum kann da nicht geholfen werden, wo man Hilfe braucht? Warum kann nicht jeder einen Schritt auf den Anderen zugehen? Oder sind das nur Gewissensfragen, die einen zwingen dies so zu tun?
Versteht hier noch einer was ich meine?
Selbstverbesserung = Masturbation ----> (seh ich jetzt mit ganz anderen Augen)