Haha! Alles dasselbe? Nö - X-mas würde ich als den konsumgeschwängerten Geist der Weihnacht bezeichnen, Christmas den amerikanischen am 25. Dezember in die Socken (am Kamin) schauenden Geist der Weihnacht nennen und Weihnachten, den der auch bei uns in Shanghai kurz vorbeigeschaut hat - eine festliche Stimmung verbreitenden Weihrauch- und Rotkrautduftenden, gesprächigen und gemütlichen Geist der Weihnacht.
An Weihnachten trafen wir uns mit den Mädels, die auch in Zwickau studieren, um gemeinsam zu kochen (Rotkraut, Knödel, Jägersoße, Fleisch und Wein), zu trinken (mehr Wein, Cola-Vodka, Tequila und koreanischen Wein) und zu wichteln. Wichteln ist die fiese-Gnom-Version vom Weihnachtsmann - man beschenkt einen zufällig gewählten auf der Party anwesenden. Ein Glück - ich hatte den guten Fritz (seine Abenteuer in China kann man auf seinem Blog nachlesen: http://chinafritz.spaces.live.com) und da hat man doch verhältnismäßig leichtes Spiel (Merke! gleiches Geschlecht - macht Schenken einfacher) und es gab einen lustigen Reishut für ihn und einen USB-Verteiler in Form eines Oktopusses und der Hammer war dann: Fritz sammelt Hüte (Boar! Wie cool!) und umgekehrt hatte Fritz mich als zu-beschenkenden und es gab "Guitar Hero" für meinen "Nintendo DS", ich hab mich ein bisschen so gefühlt, wie Weihnachten 96 (hüstel! genaues Datum unbekannt) als ich mein "Super Nintendo" bekam - danke Fritz!
Die weihnachtliche Stimmung kehrte mit dem Besuch eines deutschen Gottesdienstes in Shanghai ein (mit Krippenspiel - Kinder spielen die Weihnachtsgeschichte: Maria und Josef klopfen an Türen und landen in der musikalischsten Stadt ever, den an jeder Tür an der sie klopfen wird gesungen, den Schlafplatz finden sie trotz Gesang in einem Stall - den Rest der Story sollte man kennen).
In der Nacht (12 Uhr Ortszeit) wurde dann noch mit der Familie in das heimatliche Dörfel geskypet - toll! Highlight war dann als die 2 Feierbanden Shanghai und Dörfel sich gegenseitig sehen wollten - total cool.
Die Feiertage verliefen ruhig und mit gutem Essen (Käse und Rotwein) dank unserer lieben frischkennengelernten Nachbarn aus Deutschland und gestern durfte ich noch die Familie meines liebsten Kumpels aus Kanada kennenlernen. Mir geht es gut (auch wenn ich nicht gelernt habe), ich blicke optimistisch (wie eigentlich immer) in das nächste Jahr. Grüße alle die das hier lesen ganz sehr und wünsche einen guten Rutsch, denn dank anstehendem Besuch, diversen Aufgaben und zwecks Zeitmangel werde ich erst im neuen Jahr wieder schreiben. Lasst es krachen - an Sylvester!